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News-Detail

Interview zum 30-jährigen Bestehen des Traditionellen Taekwon-Dos in Zeilitzheim

von Taekwondo Zeilitzheim

Lebenslange Charakterbildung im Sinne einer Einheit von Geist und Körper

Vor drei Jahren übernahmen Roman Engert (4. Dan) und Constantin Mahler (3. Dan) die Leitung der Taekwon-Do-Abteilung im 1. SC Zeilitzheim von Gründer Heinz Herbert und dessen langjährigem Kompagnon Wolfgang Kassner. In einem Gespräch anlässlich des 30-jährigen Bestehens der koreanische Kampfkunst im Ort erzählen die beiden jungen Verantwortlichen von der Anfangszeit und der erfolgreichen Weiterentwicklung der Abteilung über die Jahre. Ebenso beschreiben sie eindrücklich die Gründe, diese außergewöhnliche Sportart auszuüben, was sie als leitende Trainer und Abteilungsleiter antreibt und wie sie es schaffen auch unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie noch einen Zuwachs an Mitgliedern zu erreichen.

 

Frage: Wie kam es vor 30 Jahren eigentlich dazu, dass im 1. SC Zeilitzheim eine Taekwon-Do – Abteilung gegründet wurde?

Constantin Mahler: Die eigentlichen Anfänge liegen im Jahr 1977, als der junge Zeilitzheimer Heinz Herbert in Schweinfurt Frank Weber getroffen hatte, der ihn für die koreanische Kampfkunst begeisterte. Nachdem dieser nach Bolivien gegangen war, wechselte Heinz zum Karateverein 72, wo er sich mitsamt der dort ansässigen Taekwon-Do-Abteilung kurz darauf, in der Mitgründung des 1. Taekwondo-Clubs Schweinfurt, selbstständig gemacht hat. Dort legte er die Prüfungen zum 1. Dan und die zum Fachübungsleiter ab. Vier Jahre später, 1991, gründete er dann in seinem Heimatverein, dem 1. SC Zeilitzheim, eine eigene Gruppe, die sehr schnell regen Zulauf erhalten hat. Die Trainingsbeteiligung war so überwältigend, dass im Kinderbereich mehrfache Aufnahmestopps eingelegt werden mussten. Es ist bemerkenswert, dass wir es in einem so kleinen Dorf geschafft haben, eine 100 Mitglieder starke Abteilung aufzubauen.

 

Frage: Was waren die herausragenden Erfolge in diesen 30 Jahren?

Constantin Mahler: Durch das Niveau des Trainings ließen sportliche Erfolge nicht lange auf sich warten. Beginnend mit Peter Eckert über Roman Engert bis hin zu Laura Kram konnten sie und viele weitere Kameraden etliche Bayerische Vize- und Meistertitel heimholen.

Roman Engert: Im traditionellen Taekwon-Do stehen jedoch die sportlichen Titel nicht an erster Stelle. Bei uns liegt das Augenmerk vor allem auf der guten Nachwuchsförderung sowie der Ausbildung hin zum Dan-Grad. In der Summe konnten über die Jahre hinweg 18 Schwarzgurte – vom 1. bis zum 4. Dan – erfolgreich ihre Prüfungen ablegen. Allein bis zum 1. Dan sind 6 bis 8 Jahre intensives Training, zwei bis drei Mal die Woche, notwendig. Dazu kommen die vielen lizenzierten Übungsleiter, die wir bereits in ihrer Ausbildung unterstützt haben. So stellen wir sicher, dass allen Schülern stets ein hochqualifiziertes Training angeboten wird.

 

Frage: Gab es auch größere Veränderungen im Laufe der Zeit?

Constantin Mahler: Natürlich, die waren sogar einschneidend. Eine der größten Veränderungen, bereits in frühen Jahren, war der bewusste Wechsel vom reinen Wettkampfsystem hin zum traditionellen Taekwon-Do. Das olympische Taekwondo, bei dem ausschließlich Punkte und Titel auf der Matte zählen, hat uns nicht ausgereicht; uns hat es mehr zu den Wurzeln der Kampfkunst hingezogen.

 

Frage: Was ist denn konkret der Unterschied zwischen traditionellem Taekwon-Do und dem Wettkampf-Taekwondo, das auch Bestandteil der Olympischen Spiele ist?

Roman Engert: Das ist ein Unterschied wie bei Leberkäse und Schweizer Käse. In beiden steckt das Wort „Käse“, aber die Bedeutung könnte unterschiedlicher kaum sein. Beim traditionellen Stil geht es vor allen Dingen um eine lebenslange Charakterbildung im Sinne der Einheit von Geist und Körper, es geht um Fairness, Höflichkeit, Toleranz, Respekt und Beharrlichkeit. Wir wollen jeden Einzelnen dahin bringen, die eigenen Anlagen bestmöglich zu entwickeln. Trotz dieser Entwicklung kommt der Kampf nicht zu kurz. Wer lange genug bei uns trainiert, ist in der Lage, sich in einer ernsten Situation zu verteidigen.

 

Frage: Was sind denn die Gründe, um mit Taekwon-Do zu beginnen?

Roman Engert: Das ist meist sehr unterschiedlich. Bei mir waren es Mobbing und körperliche Übergriffe von Mitschülern während der Schulzeit. Um mich verteidigen zu können, brachte mich mein Vater schließlich Anfang 1996 nach Zeilitzheim.

Constantin Mahler: Roman ist inzwischen das sportliche Aushängeschild unserer Abteilung. Neben etlichen Bayerischen Meistertiteln ist er auch Sieger der German Open und trägt inzwischen den 4. Dan. Darüber hinaus ist er seit vielen Jahren in beiden Gruppen als Trainer tätig, da es ihm wichtig ist, sein Wissen weiterzugeben.

 

Frage: Wann sollte man sinnvollerweise einsteigen?

Constantin Mahler: Mich brachten meine Eltern, als ich sieben Jahre alt war, zum Training. Ich bin geblieben, weil es mir viel Spaß gemacht hat und die Trainer sich wirklich um mich gekümmert haben. Letztlich ist ein Einstieg ab dem Besuch der Grundschule möglich, aber ebenso mit über 50 Jahren noch genauso.

 

Frage: Welche Vorteile bringt die Ausübung von Traditionellem Taekwon-Do mit sich?

Constantin Mahler: Rückblickend war es für mich die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Die 22 Jahre, die ich in der Abteilung wachsen durfte, haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Neben der sportlichen Entwicklung bis zum derzeitigen 3. Dan bin ich vor allem charakterlich und menschlich gereift. Das schönste Kompliment für mich ist, wenn es in meinem Umfeld heißt: „Er macht nicht nur Taekwon-Do, er lebt es.“

Roman Engert: Das Privileg, eine solche Kampfkunst-Ausbildung erhalten und das damit verbundene Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit erworben zu haben, hat mir in vielen Lebenssituationen geholfen. Das an die nächsten Generationen weiterzugeben, um ihnen eine ähnliche Entwicklung zu ermöglichen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. In unserer jetzigen Funktion als Abteilungsleiter und leitende Trainer haben wir die Möglichkeit, diese Ansprüche zu verwirklichen.

 

Frage: Wie seid ihr mit den schwierigen Bedingungen seit Beginn der Pandemie bisher umgegangen?

Constantin Mahler: Gerade die Pandemiesituation hat uns gezeigt, dass wir mit unserer Linie sehr gut fahren: Weil wir uns nicht auf sportliche Erfolge allein fokussieren, haben wir kaum einen Schwund bei der Trainingsbeteiligung zu verzeichnen. Zugleich haben wir auch sämtliche Möglichkeiten genutzt, die uns offenstanden, wie Freilufttraining oder die neuen Medien, indem wir Online-Training angeboten haben.

 

Frage: Vor drei Jahren habt ihr die Verantwortung für die große Taekwon-Do-Familie in Zeilitzheim übernommen. Was treibt euch an?

Roman Engert: Ein wenig stolz sind wir darauf, dass die ehemalige Abteilungsleitung vor drei Jahren an uns geglaubt und die Mitglieder uns gewählt haben. Ich freue mich über das Vertrauen, auch der Vereinsvorstandschaft, in unsere langjährige Erfahrung, Führungsfähigkeit sowie unser fundiertes Wissen und sportliches Können. Wir haben das Ziel, das bisherige hohe Ausbildungsniveau, von dem wir ja selbst profitiert haben, fortzusetzen.

Constantin Mahler: Wir glauben, dass wir angesichts der erheblichen Bewegungsarmut der Gesellschaft mit unserem Angebot etwas zurückgeben können. Willkommen sind daher alle Altersgruppen unabhängig vom jeweiligen Fitnessstand für ein unverbindliches, vierwöchiges sowie kostenfreies Schnuppertraining.

 

1. SC Zeilitzheim, Taekwon-Do

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